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2009
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Umzug, Heinfjord-Dugnad, West-Trollheimen und Sommerradtour
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08.07.2009, Mittwoch, 21:49 Uhr
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Nach dem fantastischen Wanderwochenende in Trollheimen Ende Juni, stand Anfang Juli trotz Sonne und Sommertemperaturen erstmal der Umzug nach Trondheim an, auf den ich mich lange schon gefreut habe. Alles rein in Auto und Anhänger und los nach Trondheim in's neue zu Hause am Stadtrand von Trondheim. Samstag holten wir Friederikes Sachen, abends sah es schon ganz wohnlich aus. Sonntag haben wir noch eine kleine Radtour in der Umgebung gemacht und festgestellt, dass es doch einige richtig steile Schotterwege in und um die Bymarka gibt, die nicht immer ganz für unsere Tourenräder geeignet waren...
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12.07.2009, Sonntag, 22:40 Uhr
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Auch wenn nach dem Umzug nach Trondheim die Kisten zu Hause noch längst nicht alle ausgepackt sind, ging es am Wochenende trotzdem mal wieder nach Heinfjord, um an der Sauna weiter zu puzzeln. Nach dem Anbringen der Eckleisen am Samstag Morgen machten sich Friederike und Sivert an die zweite Sauna-Bank, während ich mich darum kümmerte, dem Ofen einen standesgemäßen (und brandsicheren) Platz in der Ecke vorzubereiten. So vergingen die Stunden des Tages ohne dass wir es richtig merkten, und nur vom Abendessen unterbrochen waren wir noch bis abends nach elf in der Sauna am arbeiten.
Sonntag Morgen hatte ich schließlich 100kg Beton im Ofenfundament verbaut und dennoch erst ca. 4cm von den geforderten 6cm Höhe erreicht. Hier muss ich wohl noch mal ein paar Kilo kaufen... Die anderen waren inzwischen zu den Feinarbeiten der Bank gekommen und mussten ein Brett nach dem anderen schmirgeln. Erst gegen Abend waren wir mit der zweiten Sauna-Bank fertig, die dem Raum nun schon eine gewisse Stimmung gibt. Da mir ab Morgen drei Wochen Sommerferien in's Haus stehen, werde ich wohl Dienstag direkt wieder eine Tagestour zu Heinfjord unternehmen und das Fundament fertig gießen.
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15.07.2009, Mittwoch, 17:10 Uhr
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Nachdem bei der letzten Heinfjord-Tour am vergangenen Wochenende der gelagerte Beton bei weitem nicht reichen wollte, habe ich mich Dienstag direkt wieder zu einer kleinen Tour hoch an den Drakstsjøen aufgemacht. Mit im Gepäck 75kg Beton, mit dem ich schließlich die erforderliche Dicke von 6cm des Ofen-Fundamentes schaffte. Auch ansonsten war noch einiges zu tun, so dass ich erst abends halb zehn zurück in der Stadt war.
Mit einem entscheidenden Detail der Sauna sind wir aber noch nicht weiter gekommen, dem Ofenrohr. Nach genauerem Begutachten und
Ausmessen wissen wir jetzt zumindest, dass uns noch ein Teil und ein Zwischenstück fehlt. Da es den Laden in Trondheim, wo das System letztes Jahr gekauft wurde, leider nicht mehr gibt, hoffen wir jetzt die Teile direkt vom Hersteller aus Finnland zu bekommen.
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21.07.2009, Dienstag, 13:16 Uhr
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Die Sommerferien nehmen gerade einen etwas spontanen Verlauf, was uns mit dem Besuch von Friederikes Bruder ein paar Tage in den Bergen von West-Trollheimen eingebracht hat. Ursprünglich hatten wir noch Jotunheimen diskutiert, aber die kürzere Anfahrt, das besser gemeldete Wetter und die Einsamkeit in West-Trollheimen gaben schließlich den Ausschlag für den Bus Richtung Surnadal.
Freitag Nachmittag ging es bei herrlichem Sommerwetter noch ein Stück über die Baumgrenze, oben das Zelt aufgebaut und den Abend genossen, bis uns Windstille und die dabei auftretenden Mücken doch in's Innere trieben. Kaum schien Samstag Morgen jedoch die Sonne auf's Zelt, waren wir wieder aktiv und kurz darauf auf dem Weg die Berge hoch. Es sollte ein kletterreicher Tag werden, der uns über das Skuggefjellet (1006m) und Trollhøtta (1328m) bis auf Pekhøtta (1396m) brachte.
Unterwegs die besten Ausblicke auf die Berge des Innerdalen, Trollheimen, Richtung Møre und bis zu Snøhetta auf dem Dovre. Auch wenn Mitte Juli die Schneefelder schon weniger werden, fanden wir erfreulicherweise noch ein passendes, das wir gut 200 Höhenmeter absurfen konnten, was ein Spaß! Weniger erfreulich war, dass wir beim Abstieg weiter unten scheinbar ein Bienennest störten, was uns einige Stiche einbrachte. Das hatte ich bisher im Fjell auch noch nicht erlebt. Nach einem langen Tag im Fjell freuten wir uns abends alle über die leckeren Nudeln!
Sonntag ging es noch auf den Berg direkt hinter dem Zelt. Nachdem es nachts zwischenzeitlich ziemlich gestürmt und geschüttet hatte, war es bewölkt und hier und da leicht regnerisch. Indre Sula (1325m) entpuppte sich weiter oben als spannender und spitzer Felsenberg, den wir bisher aus dieser Richtung nicht so gesehen hatten. Gut hoch- und runtergekommen sind wir, so dass wir abschließend noch einen Abstecher auf Ytre Sula (1318m) einlegten.
Zurück am Zelt waren wir alle etwas faul, entschieden uns für Essen und einen gemütlichen Abend im Zelt. Der gegen später einsetzende Regen wurde dann aber leider nicht zu einem passenden Nachtregen, sondern ließ den kompletten Montag nicht mehr nach, was uns einen grauen und nassen Heimweg einbrachte. Sämtliche Moore und Wiesen standen gut unter Wasser, die Bäche und Flüsse waren entsprechend angeschwollen. Wir hatten trotzdem unseren Spaß auf dem Weg in's Tal, wo wir kurz vor der Bushaltestelle noch eine Menge leckerer Multebeeren fanden. Ach ja, und ungestört war es dort oben in den Bergen auch, getroffen haben wir nämlich genau niemand! :)
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31.07.2009, Freitag, 17:20 Uhr
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Ein paar Bilder von einem netten Ausflug hoch in die Bymarka und hinauf zu Bosbergheia. Unterwegs gab es viele reife Multebeeren, dafür weniger Blaubeeren, die sucht man dann wohl doch besser im Wald. Nach viel Regen in den Tagen zuvor war der Fjord teils gut braun vom eingeschwemmten Wasser der Flüsse.
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31.07.2009, Freitag, 19:35 Uhr
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Ende Juli haben wir uns nun doch noch auf Sommerradtour aufgemacht. Ursprünglich hatten wir zwei Wochen geplant, dann kam Friederikes neu bestelltes Rad später als erwartet und insgesamt waren wir etwas spontan am Tage verplanen, so dass wir erst letzte Woche Donnerstag Abend beschlossen, uns Freitag früh in's Schnellboot nach Kristiansund zu setzen. Das brachte uns durch viel Regen und grauverhangene Küstenlandschaft tatsächlich in ein kleines Wolkenloch, aus dem wir auch schnell wieder heraus radelten und als erstes Erlebnis den Atlanterhavsvegen bei Regen überquerten.
Anschließend wurde die Sache netter, wir radelten kleinen Straßen an der Küste entlang und fanden abends einen schönen Platz am Meer. Morgens leider wieder grau und Regen und das blieb auch den Tag weitgehend so, bis wir abends zwischen Ebbe und Flut an den alten Brücken bei Skodje zelteten. Das Erlebnis des Gezeitenstromes, der alle paar Stunden seine Stärke und Richtung unter der Brücke ändert, war mal wieder spannend zu verfolgen!
Sonntag Vormittag gab es einen kleinen Abstecher nach Ålesund, bevor wir uns von der Küstenlandschaft verabschiedeten und von Sykkylven aus den Bergen entgegen radelten. Im Laufe des Tages kam noch richtig die Sonne raus, so dass wir weiter und weiter fuhren und erst oberhalb des Geirangerfjordens unser Zelt aufschlugen, an einer durchaus edlen Stelle! Erfreulicherweise erlebten wir die Stimmung und Aussicht am Abend noch, denn morgens gab es wieder Nebel, der sich erst nach und nach lichtetet. Unsere Route führte uns weiter bis Stryn und von dort 1100m hinauf auf's Fjell.
Leider erlebten wir den Serpentinenreichen Aufstieg mit einigem Regen und schlechter Sicht, die Straße war dafür herrlich schmal und verkehrsarm! Oben gab es den wunderbaren Zeltplatz im Fjell, ich erinnerte mich gut an meine Radtour im Sommer 2002, als ich schon einmal dort oben gezeltet hatte. Nach einer Regenreichen Nacht ging es morgens weiter nach Grotli und von dort hinunter Richtung Geiranger. Den Abstecher auf Dalsnibba sparten wir uns bei schlechter Sicht und freuten uns lieber auf die Essenspause am Flydalsjuvet, meinem Lieblingsplatz in Geiranger.
Unten im Dorf schauten wir kurz bei Ola in der Galerie vorbei, plauderten eine Weile und radelten nachmittags noch den Ørneveien hinauf, bis wir im Fjell einen schönen Zeltplatz fanden. Die nächste Abfahrt brachte uns Richtung Valldal, dem Erdbeeren-Tal, wo wir nach einigen Kilometern den Verkaufsständen an der Straße nicht mehr widerstehen konnten und eine Schale der leckeren Frucht kauften. Das Tal führte weiter hinauf zum Trollstigen, den es auf der anderen Seite steil hinunter Richtung Åndalsnes ging.
Nach der Abfahrt ging es erstmal an's Planen der weiteren Route, was damit endete, dass wir direkt in's Romsdalen abbogen und an Trollveggen vorbei Richtung Landesinnere radelten. Nach der 1800m hohen Felsenwand hält sich das Tal noch lange spannend und steil, bis es schließlich hoch in waldigeres und flacheres Gebiet geht. Unser letzer Zeltplatz der Runde lag an einem wunderschönen Wasserfall, von wo aus wir am nächsten Morgen nur noch ein paar Kilometer bis Bjorli hatten. Dort ging es mit dem Zug weiter und zurück nach Trondheim. War mal wieder richtig nett auf Radtour gewesen zu sein, knapp 600km sind wir geradelt in den paar Tagen und haben eine echt nette Ecke des Landes gesehen. Nun ist bald Schluß mit Sommerferien, Montag geht es wieder an die Arbeit.
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